Erfahren Sie, was wirklich mit GRAVITY Version 1.40 passiert ist.

Es fühlt sich an, als wäre seit der Veröffentlichung von GRAVITY Version 1.39 kaum Zeit vergangen – und plötzlich kündigen wir bereits Version 1.41 an.
Vielleicht fragt ihr euch jetzt: «Moment. Was? Halt mal. Was ist mit Version 1.40 passiert? Wo ist sie? Wurde sie entführt? Ist sie bei einer Zeitreise verloren gegangen? Oder läuft sie irgendwo in einem Paralleluniversum vollkommen zufrieden vor sich hin?»
Nun, wenn wir euch das verraten würden, müssten wir euch … ihr wisst schon. Alles, was wir sagen können, ist: Die Wahrheit ist viel einfacher, als ihr es euch jemals vorstellen könntet.
Es war ein ruhiger Mittwochnachmittag. Der Sommer hatte seinen Höhepunkt erreicht. Die Sonne schien. Die Grillen grillten. Bei Gravity Global gingen wir friedlich und vollkommen harmlos unserem Alltag nach und arbeiteten konzentriert an GRAVITY Version 1.40.
Dann hörten wir die Patrouille Suisse über Züri West hinwegfliegen. In der Ferne näherte sich ein Super Puma. Rote Laservisiere begannen über unsere Brustkörbe zu wandern. Tom Cruise stürmte durch das Fenster (persönlich übrigens etwas enttäuschend klein) gefolgt von mehreren Men in Black.
Ich bin mir ausserdem ziemlich sicher, einen Ninja gesehen zu haben.
Bevor jemand fragen konnte, ob sie einen Termin hätten, erschien Jason Bourne, zog Christoph einen schwarzen Sack über den Kopf und führte ihn für ein «Gespräch» in den Meetingraum.
Glücklicherweise besteht unser Meetingraum vollständig aus Glas. Für eine Organisation, die ein streng geheimes Verhör durchführen möchte, scheint das eine erhebliche Fehlplanung zu sein. Vom Büro aus kann man fast alles sehen und hören. Also habe ich selbstverständlich gelauscht.
Offenbar hatten wir einen schwerwiegenden Fehler gemacht: Wir hatten versehentlich das beste Software-Release aller Zeiten entwickelt.
Jeder Bug war beseitigt. Jeder Prozess funktionierte perfekt. Die Performance hatte ein bisher unvorstellbares Niveau erreicht. Irgendwann hatte Version 1.40 ein Software-Vakuum erzeugt und den Fluxkompensator aktiviert. Dadurch drohten die Weltwirtschaft destabilisiert, das Raum-Zeit-Kontinuum gestört und ein Schmetterlingseffekt ausgelöst zu werden, dessen Ereigniskette alles übertroffen hätte, was in The Day After Tomorrow gezeigt wurde.
Irgendwann tauchte auch noch James Bond auf. Wir sind uns bis heute nicht ganz sicher, auf wessen Seite er stand. Jedenfalls zwang er Christoph mit vorgehaltener Waffe dazu, GRAVITY Version 1.40 zu löschen.
Sobald das Release sicher im Papierkorb lag, verschwanden alle genauso plötzlich, wie sie aufgetaucht waren. Die Helikopter waren weg. Die Laser wurden ausgeschaltet. Vom Ninja fehlte jede Spur. Die letzten Actionhelden sammelten ihre schwarzen Taschen ein und verliessen das Gebäude.
Ausserdem waren da noch zwei ungewöhnlich grosse schwarze Nylon-Schlafsäcke. Wir wissen immer noch nicht, wofür sie gedacht waren. Vielleicht war eine Übernachtungsparty geplant.
Wir klopften uns den Staub von den Kleidern und sammelten die auf dem Boden verstreuten Papiere ein – wobei es sich, wenn ich jetzt darüber nachdenke, hauptsächlich um Scientology-Flyer handelte. Tom Cruise, ich schaue dich an – bevor wir uns Version 1.41 zuwandten.
Bitte prüft nach der Veröffentlichung dieses Beitrags gelegentlich, ob wir noch Lebenszeichen von uns geben. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich euch all das überhaupt erzählen sollte.
Aber Hand aufs Herz: Jedes einzelne Wort ist wahr.
Wie dem auch sei – es war ein leicht aufregender Tag im Büro.